Ich werde von einem Hausrotschwanz-Weibchen gestalked

Vor drei Tagen beobachtete ich aus dem Küchenfenster, wie die Katze der Nachbarin in deren, bei Brutvögeln beliebte Thujasäule sprang. Prompt flatterte ein Rotschwanz-Pärchen aufgeregt um die Pflanze und vor allem das Männchen versuchte tapfer aber erfolglos, die Katze vom Nest zu vertreiben. Ich entschied mich in den Lauf der Natur einzugreifen (die Katzendichte in unserem Viertel ist schließlich auch nicht natürlich) und verjagte unter Beobachtung des Vogelpaars die Mieze. Dann fuhr ich zur Arbeit.

Am Abend saß das Weibchen auf einer Tanne in der Einfahrt und zeterte.

Am nächsten Tag verließ ich das Haus, hörte ein Flattern und schon saß die Rotschwanz-Dame auf der Freileitung und schimpfte wieder  lauthals „Kek-kek-Pfüt“. Und so geht es jetzt schon seit drei Tagen – egal ob ich zur Mülltonne gehe, mit der Nachbarin am Zaun quatsche oder am Balkonkasten des Küchenfensters wurschtele.

Das Männchen habe ich seit der Katzenvertreibung nicht mehr gesehen, auch keinen Vogel mehr, der die große Thuja-Pflanze ansteuerte. Piepmatz, was willst Du von mir?!?

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