Ganz einfach: Boykott

Trecka faaahn!„Konsum muss sein, sprach das Schwein. Immer rein, immer rein…“
(Quetschenpaua zwischen irgendwelchen Songs)

Zum Glück hat man heutzutage die Wahl beim Einkaufen. Wenn mir die Produktionsbedingungen, die Firmenphilosophie oder die sexistische Werbung eines Unternehmens nicht passt, packe ich die Artikel halt einfach nicht in mein Einkaufskörbchen und nehme eine andere Marke. Und manchmal kaufe ich aus Gnatz einfach gar nix.

Bewusst angefangen mit der Konsumverweigerung bestimmter Marken habe ich so zirka 1993/94. Eine Schulwandzeitung (gab ja noch nicht so viel Internet!), ansprechend gestaltet mit Schokoriegelpapier (wie hieß der doch gleich mit dem Delphin?), informierte über die „Machenschaften“ der Firma Nestlé. Es ging vor allem um den Vorwurf, der Konzern hielte in Entwicklungsländern mit der massiven Bewerbung seiner Babynahrung Mütter vom Stillen ab (siehe Wikipedia). Fand ich doof, so ein Multi sollte von meinem Taschengeld nix mehr abbekommen. (Statt Süßkram kaufte ich seinerzeit eh lieber Kippen in der Schulpause, aber auch da wurden bestimmte Marken aus Prinzip nicht geraucht.)

Nestlé-Produkte zu erkennen und nicht zu kaufen, fällt nicht schwer, meist ist ja so ein kleines Logo auf der Produktrückseite zu finden. Heutzutage gibt’s die Produktpalette natürlich auch im Netz aufgelistet. Besserung in Richtung „soziale Marktwirtschaft“ ist definitiv nicht in Sicht, wie auch die Sache mit dem Trinkwasser beweist (siehe Doku „Abgefüllt“, gibt’s immer mal wieder im Netz), also geb ich mein Geld auch weiterhin nicht für die Schweizer mit dem Kuckucksnest-Logo aus.

Zu fast allen Produkten gibt es zudem adäquate Konkurrenzprodukte, lediglich ein richtig gutes Ersatz-KitKat habe ich noch nicht gefunden.

Wer einmal auf meiner „Kauf ich nicht“-Liste steht, hat es schwer, da wieder runter zu kommen. Kann ja nicht ständig allen hinterherrecherchieren. Die gerade durchs TV geisternde Doku „Billig. Billiger. Banane.“ zeigte, dass ich in Sachen Chiquita nicht mehr ganz up to date war, aber dass mit den Affenlollis ist ja mal auch noch mal eine komplizierte Extra-Geschichte.

Ich glaube an die Macht des Verbrauchers, mag den Fair Trade-Gedanken und versuche regional-saisonal zu kaufen. Mein Einkaufsverhalten in Sachen Plastik-Scheiß könnte manchmal sicher noch besser sein und ich bin garantiert auch nicht Hardcore-p.c., aber ich habe die Thematik im Blick und  versuche, in allen Lebensbereichen nachhaltige Lösungen zu wählen oder selberzumachen.

  „Kauf ich nicht“-Liste
– Nestlé
– Müllermilch / Weihenstephan
– Landliebe
– zu WM, Olympiade oder sonstwas gebrandete Produkte, die nach den jeweiligen Veranstaltungen wegen Unverkäuflichkeit auf dem Müll landen
– Bild und anderes Springer-Zeux (und auch online muss man da echt nicht vorbeisurfen!)
– Coca Cola & Konsorten

(Liste noch unvollständig, weil bisher nur im Kopf existent, Antworten auf Warums lassen sich meist ganz einfach selbst im Netz finden) 

Will ich nicht mehr kaufen
– eingeschweißte Gurken
– Artikel, mit Plastemüll-Gimmicks, die früher oder später eh im Müll landen

Interessante Links zum Thema

Und zur Maximierung des (Erkenntnis-)Gewinns:
„Multis“ von Canalterror (Album „Zu spät“, 1983)

 

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